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Medizinische Länderinformation zum Ausdruck für Reisende

Israel

Zeitunterschied: MEZ +1 Std. (während der europäischen Sommerzeit bleibt der Zeitunterschied bis auf wenige Tage erhalten.)

Klima: Im Norden Mittelmeerklima, im Süden und im mittleren Jordangraben Wüstenklima. Durchschnittliche Temperatur in Jerusalem 9 °C, im Juli 24 °C. Ausgeprägter Gegensatz zwischen heißen, trockenen Sommern von April-Oktober und kühlen Wintern mit häufigen, kurzen Niederschlägen. Im Negev und in Eilat sind die "Wintermonate" sonnig und warm.

Vor der Reise bitte Folgendes beachten:

Impfungen

Vorgeschrieben:-
Überprüfen: Pertussis, MMR, Varizellen, HPV, Influenza, Pneumokokken, Herpes zoster

Für private Reisen:

Empfohlen für alle:Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A
Für Risikogruppen:Hepatitis B, Tollwut
Hinweis: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten!

Malaria

Keine Malaria

Sonstige Risiken

HIV-Infektion (AIDS), Reisediarrhö, West-Nil-Fieber

Sonstiges

Reiseapotheke

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Zusammenstellung einer Reiseapotheke beraten.
Nehmen Sie für gefahrlosen Sex Kondome aus Deutschland mit.

Reiseversicherung

Zum Abschluss einer Reiseversicherung wird dringend geraten.

Reiseausstattung

Im Tropenshop24.de finden Sie Mückenabwehrmittel, imprägnierte Moskitonetze u. v. m..

Wichige Tipps

Hygiene

Nur saubere Handtücher benützen

Sonne

Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor verwenden.

Sex

Bei einem einzigen ungeschützten Kontakt kann man sich zum Beispiel mit AIDS oder Hepatitis B anstecken.

Allgemeines

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sie fieberhaft, an Durchfall oder anderen Symptomen erkranken und machen Sie ihn auf Ihre Reise aufmerksam.

Diverse Regeln

Wegen möglicher Infektionsgefahr nicht barfuss gehen und auf Akupunktur, Tätowierungen, Ohr- und andere Piercings verzichten.

Anhang

Krankheitsbeschreibungen

HIV-Infektion (AIDS)

Die weltweit verbreiteten humanen Immundefizienzviren (HIV) verursachen die Krankheit AIDS. Über ungeschützte sexuelle Kontakte und Kontakte mit Blut verbreitet sich das Virus weiter. Nach drei Monaten kann man zuverlässig Antikörper im Blut nachweisen. Nach wenigen Wochen bis Monaten kann ein grippeähnliches Fieber, das akutes HIV-Syndrom, auftreten. Infizierte können auch jahrelang symptomlos bleiben bis sie erkranken. Eine Behandlung zögert den tödlichen Ausgang der Krankheit hinaus. Die Infizierten werden aber nicht geheilt. Insbesondere arme Länder haben eine hohe oder sehr hohe HIV-Infektionsrate. Jeder ungeschützte sexuelle Kontakt kann dort zu einer Infektion führen. HIV-Test-Bestimmungen: Manche Länder verlangen vor geplanten Langzeitaufenthalten einen HIV-Test. Betroffen sind in erster Linie Immigranten, Arbeitnehmer, Studenten, Touristen in der Regel nicht. Da sich die jeweiligen Bestimmungen oft nach kurzer Zeit ändern können, sollte im Zweifelsfall eine Nachfrage im entsprechenden Konsulat erfolgen.
Schutz: Gebrauch von Kondomen; Kontakt mit Blut meiden.


Reisediarrhö

Es handelt sich meist um infektiöse Durchfälle, verursacht durch Bakterien, seltener durch Viren oder Parasiten. Der häufigste Erreger sind sog. ETEC-Bakterien. Der Reisedurchfall verläuft in der Regel unkompliziert, ohne Fieber oder Blutbeimengungen im Stuhl.
Schutz: Wasser nur abgekocht oder aus abgefüllten Flaschen trinken, nur eigenhändig gewaschene und geschälte Früchte essen. Vermeidung aller rohen Speisen, Verzicht auf Cremes, Milchprodukte und Speiseeis; die Hände vor dem Essen waschen und keine bereits benutzten Handtücher verwenden.


West-Nil-Fieber

West-Nil-Fieber ist eine virale Erkrankung (West-Nil-Virus), die ursprünglich aus Afrika stammt, inzwischen aber weltweit, auch in Deutschland vorkommt. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland immer wieder einzelne Fälle bei Reisenden aus von West-Nil-Fieber betroffenen Regionen registriert worden. Der erste in Deutschland diagnostizierte menschliche Fall ohne Reiseanamnese betraf 2018 einen Tierarzt, der sich vermutlich bei der Sektion eines an WNV verstorbenen Vogels infiziert hatte. 2019 wurden erste in Deutschland durch Mücken übertragene Fälle von West-Nil-Fieber bekannt: Die betroffenen Personen waren im Spätsommer 2019 erkrankt. Die Erreger werden von Stechmücken zwischen Vögeln übertragen, aber auch Säugetiere (vor allem Pferde) und Menschen können durch Mückenstiche infiziert werden. Übertragungen sind auch durch Bluttransfusionen oder Organtransplantationen möglich. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 1-6 Tage. Die Erkrankung beginnt abrupt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Benommenheit, starken Kopfschmerzen. Wenige Tage später entwickelt sich häufig ein blasser grobfleckiger Hautausschlag. Selten - insbesondere bei älteren oder immunsupprimierten Personen - werden Komplikationen in Form einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) beobachtet, die auch letal verlaufen können. Die Erkrankung endet meist bereits nach 3-5 tägiger Dauer. Eine spezifische Therapie oder ein Impfstoff stehen nicht zur Verfügung.
Schutz: Bei Aufenthalten in Risikogebieten Schutz vor Mückenstichen beachten; kein Impfstoff verfügbar


News


Die Informationen auf diesen Seiten dienen der Vorinformation über gesundheitliche Risiken für das aufgeführte Reiseland. Lassen Sie sich in jedem Fall individuell durch einen Arzt oder Apotheker beraten, um so Ihr persönliches Risiko und damit die wirklich notwendigen Maßnahmen abwägen zu können. Da sich die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern schnell ändern, kann eine Haftung leider nicht übernommen werden.

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