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Medizinische Länderinformation zum Ausdruck für Reisende

Ägypten

Zeitunterschied: MEZ +1 Std. (in Ägypten ist von Anfang Mai bis Ende Oktober ebenfalls Sommerzeit, daher während dieses Zeitraums europäische Sommerzeit +1 Std.; an den wenigen Tagen, wo bei uns die europ. Sommerzeit gilt und in Ägypten noch Normalzeit ist, besteht kein Zeitunterschied)

Klima: Zum Teil subtropisch, vorrangig jedoch trockenheißes Wüstenklima; nur im nördl. Küstenstreifen und Nildelta Mittelmeerklima mit Winterniederschlägen; durchschn. Temperatur im Juli zw. 28 °C (Kairo) und 32 °C (Luxor); im Januar zw. 13 °C und 15 °C. In den Wüstengebieten auch große Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Die angenehmste Jahreszeit für Reisende sind die Monate Oktober bis April, speziell Dezember bis Februar.

Vor der Reise bitte Folgendes beachten:

Impfungen

Vorgeschrieben:Gelbfieber bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (auch bei dortigem Flughafentransit von über 12 Stunden Dauer, auch bei Einreise aus Eritrea, Ruanda, Somalia, Tansania und Zambia, jedoch nicht für Kinder unter 9 Monaten). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
Überprüfen: MMR, Varizellen, HPV, Pertussis, Influenza, Pneumokokken

Für private Reisen:

Empfohlen für alle:Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Hepatitis A
Für Risikogruppen:Hepatitis B, Meningokokken-Meningitis, Tollwut, Typhus
Hinweis: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten!
Bei Einreise aus Afghanistan und Pakistan ist eine Polioimpfung obligatorisch (Dokumentation im Internationalen Impfausweis auf der Seite "International Certificate of Vaccination or Prophylaxis").
» Malaria: Lokaler Ausbruch in Aswan 2014 mit 21 Fällen P. vivax und 1 Fall P. falciparum.

Malaria

Keine Malaria

Sonstige Risiken

Bilharziose, HIV-Infektion (AIDS), Reisediarrhö

Sonstiges

Reiseapotheke

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker bei der Zusammenstellung einer Reiseapotheke beraten.
Nehmen Sie für gefahrlosen Sex Kondome aus Deutschland mit.

Reiseversicherung

Zum Abschluss einer Reiseversicherung wird dringend geraten.

Reiseausstattung

Im Tropenshop24.de finden Sie Mückenabwehrmittel, imprägnierte Moskitonetze u. v. m..

Wichige Tipps

Hygiene

Nur saubere Handtücher benützen

Sonne

Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor verwenden.

Sex

Bei einem einzigen ungeschützten Kontakt kann man sich zum Beispiel mit AIDS oder Hepatitis B anstecken.

Allgemeines

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sie fieberhaft, an Durchfall oder anderen Symptomen erkranken und machen Sie ihn auf Ihre Reise aufmerksam.

Diverse Regeln

Wegen möglicher Infektionsgefahr nicht barfuss gehen und auf Akupunktur, Tätowierungen, Ohr- und andere Piercings verzichten.

Anhang

Krankheitsbeschreibungen

Bilharziose

In den Tropen vorkommende parasitäre Erkrankung, welche durch Pärchenegel (Schistosomen) verursacht wird. Die Parasiten leben in den Blutgefäßen des Darmes oder der Harnblase. Eine Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Süßwasser, in dem Gabelschwanzlarven (Zerkarien) vorkommen. Die Erregerlarven bohren sich durch die unverletzte Haut des Menschen und können in die Leber und Unterleibsorgane gelangen. Bereits kurz nach dem Eindringen der Erreger kann sich an der Eintrittstelle eine vorübergehende Hautreizung bemerkbar machen. Nach 4-6 Wochen kann sich eine fieberhafte Allgemeinerkrankung entwickeln. Im Verlauf einiger weiterer Wochen treten Verdauungs- oder Blasenbeschwerden mit Blut im Stuhl oder Urin auf.
Schutz: Kein Baden in tropischen Binnengewässern.


HIV-Infektion (AIDS)

Die weltweit verbreiteten humanen Immundefizienzviren (HIV) verursachen die Krankheit AIDS. Über ungeschützte sexuelle Kontakte und Kontakte mit Blut verbreitet sich das Virus weiter. Nach drei Monaten kann man zuverlässig Antikörper im Blut nachweisen. Nach wenigen Wochen bis Monaten kann ein grippeähnliches Fieber, das akutes HIV-Syndrom, auftreten. Infizierte können auch jahrelang symptomlos bleiben bis sie erkranken. Eine Behandlung zögert den tödlichen Ausgang der Krankheit hinaus. Die Infizierten werden aber nicht geheilt. Insbesondere arme Länder haben eine hohe oder sehr hohe HIV-Infektionsrate. Jeder ungeschützte sexuelle Kontakt kann dort zu einer Infektion führen. HIV-Test-Bestimmungen: Manche Länder verlangen vor geplanten Langzeitaufenthalten einen HIV-Test. Betroffen sind in erster Linie Immigranten, Arbeitnehmer, Studenten, Touristen in der Regel nicht. Da sich die jeweiligen Bestimmungen oft nach kurzer Zeit ändern können, sollte im Zweifelsfall eine Nachfrage im entsprechenden Konsulat erfolgen.
Schutz: Gebrauch von Kondomen; Kontakt mit Blut meiden.


Reisediarrhö

Es handelt sich meist um infektiöse Durchfälle, verursacht durch Bakterien, seltener durch Viren oder Parasiten. Der häufigste Erreger sind sog. ETEC-Bakterien. Der Reisedurchfall verläuft in der Regel unkompliziert, ohne Fieber oder Blutbeimengungen im Stuhl.
Schutz: Wasser nur abgekocht oder aus abgefüllten Flaschen trinken, nur eigenhändig gewaschene und geschälte Früchte essen. Vermeidung aller rohen Speisen, Verzicht auf Cremes, Milchprodukte und Speiseeis; die Hände vor dem Essen waschen und keine bereits benutzten Handtücher verwenden.


News


Die Informationen auf diesen Seiten dienen der Vorinformation über gesundheitliche Risiken für das aufgeführte Reiseland. Lassen Sie sich in jedem Fall individuell durch einen Arzt oder Apotheker beraten, um so Ihr persönliches Risiko und damit die wirklich notwendigen Maßnahmen abwägen zu können. Da sich die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern schnell ändern, kann eine Haftung leider nicht übernommen werden.

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