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Zikavirus-Infektion

Synonym:
Zikavirus-Infektionen wurden bereits in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und seit 2015 auch in Lateinamerika registriert. Das Zika-Fieber wird durch Viren verursacht, die durch Mücken übertragen werden. Das klinische Bild einer akuten Zikavirus-Infektion wird im Vergleich zu Dengue- und Chikungunyavirus-Infektionen als milder beschrieben. Vermutlich verläuft ein großer Teil der Infektionen unbemerkt und beschwerdefrei. Die symptomatische Infektion macht sich oft durch, Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine nichteitrige Konjunktivitis bemerkbar. Der Hautausschlag besteht durchschnittlich für sechs Tage, die Krankheitsbeschwerden sind in der Regel mild und halten durchschnittlich 4-7 Tage an. Meistens verläuft die Infektion mit dem Zikavirus ohne Komplikationen. Es ist jedoch möglich, wenn auch noch nicht bewiesen, dass sowohl symptomatische als auch asymptomatische Zikavirus-Infektionen einer werdenden Mutter, vor allem im ersten Trimester der Schwangerschaft, zu Fehlbildungen (Mikrozephalie) beim Kind führen können. Schwangere sollten daher Zikavirus-Endemiegebiete meiden.

Vorbeugung

Tagsüber bis zur Dämmerung auf guten Mückenschutz achten. Da eine sexuelle Übertragung möglich ist, empfiehlt die WHO Schwangeren, deren Partner aus einem Zikavirus-Ausbruchsgebiet zurückkehrt, bis zum Ende der Schwangerschaft "Safer Sex" zu praktizieren. Paare mit einzelner oder gemeinsamer Reise-Anamnese in ein Zika-Ausbruchsgebiet, die eine Schwangerschaft planen, sollten damit nach der Rückkehr sechs Monate warten.