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Bartonellose

Synonym: Oroya-Fieber; Peru-Warze
Die Bartonellose ist eine endemische Infektion durch Bartonella bacilliformis in zwei Formen, dem Oroya-Fieber und der Peru-Warze. Das Bakterium wird von Mensch zu Mensch durch die Sandfliege (Phlebotomus) übertragen. Verbreitungsgebiete der Bartonellose finden sich in den Hochtälern (800-3000 m) der Anden in Peru, Ecuador und Kolumbien. Die Inkubationszeit der akuten hämolytischen Form der Bartonellose (Oroya-Fieber) beträgt ca. 3 Wochen. Infolge der Infektion entwickeln sich subakut oder plötzlich sehr hohes Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Hohe Letalität bei unbehandeltem Oroya-Fieber. Ohne Behandlung mit Antibiotika entwickelt sich 1 bis 2 Monate später das Hauptstadium dieser Bartonellose, die sog. Peru-Warzen. Rote warzenförmige Veränderungen unterschiedlicher Größe bilden sich an Haut, Subkutangewebe oder auch inneren Organen. Die Diagnostik erfolgt mittels Erregernachweis in den Erythrozyten, Blut- (akutes Stadium) und Gewebekultur (chronisches Stadium). Hinweisend ist die Reiseanamnese.

Vorbeugung

Mückenschutz tagsüber und nachts (Repellents, Insektizide - siehe Empfehlung Mückenschutz)